Wir haben für Sie vier Rundwanderwege zwischen 2,0 und 11 km um Königsberg ausgeschildert, mit denen Sie sich in Ruhe die Natur der Haßberge und auch die Geschichte der Stadt Königsberg erschließen können.

Ein Faltblatt unserer Wanderwege können Sie sich hier (PDF 6,2 MB) herunterladen. Sie erhalten es auch kostenlos in der Tourist-Information der Stadt Königsberg i.Bay. und in vielen Königsberger Gaststätten und Geschäften.
An den Ausgangspunkten unserer Rundwanderwege befinden sich auch jeweils Informationstafeln des Naturparks Haßberge.

Burgsteig

Länge: ca. 2,0 km Wanderzeit: ca. 1 Stunde max. Höhenunterschied: ca. 80 Hm
 

Blick zum Schloßberg
Blick zum Schloßberg
Über den »Burgsteig« wurde schon zu früherer Zeit die Burg auf dem Schloßberg mit geringer Mühe erreicht.

Ab dem Ausgangspunkt 1 (Parkplatz an der Stadthalle) führt uns der Weg zunächst ca. 200 m in Richtung Süden, dann biegen wir nach links in den »Elsaweg« (früher wurde der gesamte Weg bis zur Burg so bezeichnet) ein. Ostwärts schmiegt sich der befestigte Weg am Fuße des Schloßberges entlang. Nach ca. 500 m mündet er in einem naturbelassenen und leicht ansteigenden Hohlweg, der uns bis zur Burgruine heranführt. Die heute restaurierte Stauferburg aus dem 12. Jahrhundert besteht aus einem Aussichtsturm, imposanten Ringmauern, einem über 60m tiefen Burgbrunnen und einer guten Einkehrmöglichkeit. Der herrliche Rundblick auf die Altstadt von Königsberg, den Steigerwald, den Haßgau und in die Rhön ist schon allein den Aufstieg wert. Über Treppen oder die Schloßbergstraße und durch die romantische Altstadt finden wir wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Logo des Panoramawegs

Panorama-Weg

Länge: ca. 2,5 km Wanderzeit: ca. 1 Stunde max. Höhenunterschied: ca. 80 Hm
 

Ab dem Ausgangspunkt 1 (Parkplatz an der Stadthalle) folgt man der Markierung des Hirschkäferwegs. An der Weggabelung mit einer Ruhebank beginnt der gut markierte Panorama-Rundweg um die »Wart« – ein Leckerbissen für Fotografen.

Historie auf dem Panoramaweg

»Wart«: Der Berg war wegen seinem markanten Aussehen und seiner Lage seit frühester Zeit für die gesamte Umgebung ein strategischer und geografischer Punkt, auf dem sich einmal ein hoher Turm befand. Der »Wart« oder »Hüter« hatte die Königsberger und den Türmer auf dem Schloßberg vor anrückenden Feinden zu warnen. Er war auch der Hüter über die umliegenden Weinberge (ca. 30 ha). Der Wartberg bietet einen herrlichen Rundblick nach allen Himmelsrichtungen.

Logo der »Wolfstour«

Die »Wolfstour«

Länge: ca. 5,5 km
(Abkürzung ca. 4,5 km)
Wanderzeit: ca. 1,5 Stunden
(Abkürzung ca. 1 Stunde)
max. Höhenunterschied: ca. 130 Hm
 

Wolfsgrube
Eine Wolfsgrube auf der »Wolfstour«.
Ab dem Ausgangspunkt 3 (Parkplatz am Seidenhäuser See) geht die Wanderstrecke auf zunächst befestigtem Weg in Richtung Osten und biegt nach 1,5 km rechts zur Wolfsgrube 1 ab. Der Markierung auf naturbelassenem Weg folgend wird die Wolfsgrube 2 nach ca. 200 m erreicht.

Nach einem leichten Anstieg befindet sich in ca. 500 m Entfernung der ehemalige Kohlenmeiler mit seinem rekonstruierten Eingang. Der markierte Rundweg führt in 1 km Entfernung zur Wolfsgrube 3. Der Rückweg führt über einen befestigten Waldweg durch herrliche Laubwälder oder auf einer naturbelassenen Abkürzung talwärts bis zum Ausgangspunkt (Markierung »Maus«).

Für ausdauernde Wanderer empfiehlt sich der Rundweg mit der Markierung »Specht« von weiteren 3 km. Er bietet einen herrlichen Blick auf Altershausen, die kegelförmige Hohe Wann und im Hintergrund der Höhenzug des Steigerwaldes.

Historie auf der »Wolfstour«

Seidenhäuser See
Seidenhäuser See
Seidenhäuser See: Östlich dieses Sees lag das Dorf »Sidenhusen« 1120/40. 1542 »Seidenhausen« genannt ist es heute verödet.

Wolfsgruben: Wolfsgruben sind Tierfallen und wurden schon seit dem Mittelalter zur Bejagung von Wölfen, Bären und anderen Tierarten angelegt.
Der Wolf spielt weltweit in der Mythologie eine faszinierende Rolle und war früher eine Gefahr für Mensch und Tier.

Kohlenmeiler: Kohlenmeiler dienen seit Urzeiten der Herstellung von Holzhkohle. Die überragende Bedeutung von Holzkohle gegenüber Holz ist eine höhere Temperaturausbeute, die die Verhüttung von Erzen möglich machte. Glashütten, Schmieden sowie die Pharmaindustrie waren Abnehmer der Holzkohle.

Logo des Hasenwegs

Hasenweg

Länge: ca. 6 km Wanderzeit: ca. 2 Stunden max. Höhenunterschied: ca. 20 Hm
 

Grenzstein auf dem Grenzweg
Grenzstein auf dem Grenzweg
Ab dem Ausgangspunkt 2 (Parkplatz des Waldspielplatzes und des »Natour-Erlebnispfads«) geht die Wanderstrecke in Richtung Osten, führt nach 200 m links über die Straße und folgt der Markierung auf dem Grenzweg, vorbei an alten markanten Grenzsteinen, die nach napoleonischer Zeit von ca. 1807 bis 1920 die Grenze zwischen dem sächsischen Königsberg und dem bayerischen Unfinden markierten. Anschließend überqueren wir die Verbindungsstraße Königsberg – Burgpreppach und genießen die Aussicht beim Rastplatz oberhalb der Anglerseen.

Foto des Naturlehrpfads
Auf dem Erlebnispfad können Familien Natur erspüren und erfahren.

Am Anlgersee bieten sich sehr schöne Sitzgelegenheiten zum Rasten. Der Rest der Wanderstrecke führt teils am Waldrand, teils unter Obstbäumen und freier Flur weiter, vorbei am ehemaligen Dorf Erbrechtshausen und dem Queckbrünnlein zurück zum Ausgangspunkt.

Der »Natour-Erlebnispfad« ist ein lehrreicher und idealer Wanderweg für Familien mit Kindern. Unter Kirschbäumen und auf Obststreuwiesen hat der Naturpark Haßberge einen mit heimischen Tieren und Pflanzen bestückten Naturlehrpfad angelegt, der vor allem Kinder die natur durch immer wieder neue Spielstationen erleben lässt.

Historie am Hasenweg

Blick auf des Queckbrünnlein
Das Queckbrünnlein lädt zur Rast ein.

Grenzweg: Von 1807 bis 1920 verlief hier die Landesgrenze zwischen dem Herzogtum Sachsen-Cobrug-Gotha (bzw. seiner Exklave Königsberg) und dem bayerischen Unfinden. Während dieser Zeit gehörten zur Enklave Königsberg die Dörfer Hellingen, Altershausen, Köslau, Kottenbrunn und Dörflis sowie seine Exklaven Nassach und Erlsdorf.

Erbrechtshausen: Das erstmals 1120/40 als »Erkerberteshuson« genannte Dorf wurde wahrscheinlich nach dem 30-jährigen Krieg aufgelassen. Der heutige »Schafhof« und der Anglersee (auch Erbrechtshäuser See genannt) sind von damals bis heute übrig geblieben.

Queckbrünnlein: Das Queckbrünnlein entspringt aus einer Quellfassungsanlage, die vor ca. 100 Jahren gebaut wurde. Im Jahr 2005 hat der Haßbergverein Königsberg das Gelände um das Queckbrünnlein neu erschlossen und die Quelle für Wanderer und Naturfreunde zugänglich gemacht. Die gesamte Anlage ist heute eine Oase der Ruhe.

Logo des Historischen Rundwanderwegs

Historischer Rundwanderweg

Länge: ca. 8,5 km
(Abkürzung ca. 6,5 km)
Wanderzeit: ca. 3 Stunden
(Abkürzung ca. 2 Stunden)
max. Höhenunterschied: ca. 160 Hm
(Abkürzung ca. 80 Hm)
mit mehrfachen An- und Abstiegen
Panorama-Plattform auf dem Schloßberg
Der Schloßberg bietet einen wunderschönen Ausblick auf das Maintal.

Vom Ausgangspunkt 1 (Parkplatz an der Stadthalle) geht die Wanderstrecke Richtung Norden zum historischen Marktplatz von Königsberg. Von dort führt der Weg durch die historische Altstadt in Richtung Süden den Salzmarkt hinauf.

Es folgt der Aufstieg zur Burgruine Schloßberg (ca. 70 Hm) mit herrlicher Aussicht über Königsberg, das Maintal und bis zur Rhön. Weiter geht es auf der Straße Richtung Osten – vorbei am Ausgangspunkt 2 – bis zur Einmündung in einen gut markierten Waldweg. Anschließend führt der Weg auf dem Grenzweg vorbei an alten markanten Grenzsteinen, die nach napoleonischer Zeit von ca. 1807 bis 1920 die Grenze zwischen dem sächsischen Königsberg und dem bayerischen Unfinden markierten. Danach überqueren wir die Verbindungsstraße Königsberg – Burgpreppach und genießen die Aussicht beim Rastplatz oberhalb der Anglerseen.

Blick auf die Urwiese
Seltene Pflanzen und Orchideen finden sich auf der Urwiese.

Der Markierung in den Wald folgend, erfolgt nach ca. 700 m der Aufstieg zum Rennweg (ca. 70 Hm). Dort befinden sich ein Rast- und Parkplatz sowie eine Schutzhütte und eine Infotafel. Auf dem Rennweg – einer urgeschichtliche Handelsstraße – geht es weiter Richtung Nordosten bis zur Urwiese und dem Zeysenstein. Hier informiert eine Tafel des Naturparks Haßberge über die Geschichte von Zeysendorf sowie Flora und Fauna.

Blick auf Unfinden.
Das gemütliche Unfinden lädt zur Einkehr ein.

Wir folgen der Markierung nach Westen (Abstieg ca. 70 Hm). Alsbald durchschreiten wir einen romantischen Hohlweg mit einer Felspassage und kommen schließlich zum Hutberg mit dem Huthäuschen, einem Aussichtspunkt mit herrlichem Ausblick auf Königsberg, Unfinden, auf die umliegenden Dörfer sowie auf den Steigerwald und die Rhön.

Nach dem Abstieg durch die Weinberge (ca. 70 Hm) zum Fachwerk- und Winzerdorf Unfinden laden dort Gast- und Heckenwirtschaften den Wanderer zur Einkehr ein.

Auf einem gepflegten Fußweg geht es zurück nach Königsberg, durch die Gassen der historischen Altstadt und zurück über den Marktplatz zum Ausgangspunkt. Das vielfältige Angebot der Königsberger Gasthäuser finden Sie auf den Seiten der Stadt Königsberg (siehe Links).

Historie am Historischen Rundwanderweg

Foto des Schloßbergs
Die Stauferburg auf dem Schloßberg.

Schloßberg: Ehemalige Stauferburg aus dem 12. Jahrhundert. Heute ist sie eine restaurierte Ruine mit Aussichtsturm, Ringmauer, 60 m tiefem Brunnen und Gaststätte. Ein herrlicher Rundblick auf Königsberg, auf den Steigerwald, den Haßgau und auf die Rhön erfreut den Wanderer.

Grenzweg: Nach napoleonischer Zeit war hier von 1807 bis 1920 die Landesgrente zwischen der sächsischen Exklave Königsberg und dem Königreich Bayern. Unfinden und weitere umliegende Orte waren urplötzlich für das Amt Königsberg Ausland. Wo der Historische Rundwanderweg die ehemalige Grenze überquert, weisen Grenzschilder den Wanderer auf diese historische Grenze hin.

Rennweg: Eine urgeschichtliche Handelsstraße, die auf dem Haßbergrücken von Sulzfeld bei Bad Königshofen bis Hallstadt bei Bamberg verläuft.

Foto des Zeysensteins
Der Zeysenstein: Hier befand sich einmal die Ortschaft Zeysendorf

Zeysendorf: Eine Ortschaft, die wahrscheinlich nach dem 30-jährigen Krieg aufgelassen wurde. Heute erinnert nur noch ein Gedenkstein daran.

Urwiese: Früher befanden sich hier zwei Seen, die zu Zeysendorf gehörten. Heute liegt hier eine große Wiese mit seltenen Pflanzen und Orchideen.

Hutberg mit Huthäuschen: Das Huthäuschen war vermutlich der nördliche Vorposten für die Stauferburg auf dem Schloßberg, worauf dicke, festungsähnliche Mauern mit Schießscharten schließen lassen. Es ist ein Relikt aus dem 30-jährigen Krieg und trägt die Jahreszahl 1646.

Unfinden: Das Fachwerk- und Winzerdorf lädt mit einem typisch fränkischen Gasthaus und Heckenwirtschaften den Wanderer zur Einkehr ein.

Logo des Hirschkäferwegs

Hirschkäferweg

Länge: ca. 11 km Wanderzeit: ca. 4 Stunden max. Höhenunterschied: ca. 80 Hm
mit mehrfachen An- und Abstiegen
Blick von der »Wart« auf Königsberg
Die »Wart« bietet einen wunderschönen Ausblick auf Königsberg und das Maintal.

Ab dem Ausgangspunkt 1 (Parkplatz an der Stadthalle) geht die Wanderstrecke in Richtung Westen, knickt nach ca. 300 m in Richtung Süden ab, überquert im Stadtbereich an der Schule die Staatsstraße und steigt der Markierung folgend bis zum Sendemast an. Hier lohnt sich ein Abstecher zum Aussichtspunkt »Wart« mit herrlichem Ausblick auf Königsberg und seine ehemalige Stauferburg auf dem Schloßberg, auf mehr als 20 umliegende Dörfer, die Städte Haßfurt und Hofheim, auf den Steigerwald, das Maintal und die Rhön. Hier gibt auch eine Informationstafel des Naturparks Haßberge Auskunft über Geschichte, Fauna und Flora.

Als nächstes führt die Markierung zum 3,5 km entfernten Wachthügel, einem imposanten Aussichtspunkt mit Blick auf Prappach und das Maintal. Durch einen romantischen Hohlweg steigen wir nach Prappach ab. Hier bietet sich die Möglichkeit zur Einkehr in Gast- und Heckenwirtschaften.

Weiter geht es nach Norden am 2 km entfernten Regelberg und unterhalb der »Wart« vorbei zurück zum Ausgangspunkt nach Königsberg.

Die Wanderstrecke verläuft größtenteils auf freier Flur mit herrlicher Aussicht auf die Haßberge, den Steigerwald, auf das Maintal und die Rhön.

Historie am Hirschkäferweg

Blick vom Wachthügel ins Maintal
Auch vom Wachthügel aus öffnet sich ein weiter Blick in das Maintal.

»Wart«: Der Berg war wegen seinem markanten Aussehen und seiner Lage seit frühester Zeit für die gesamte Umgebung ein strategischer und geografischer Punkt, auf dem sich einmal ein hoher Turm befand. Der »Wart« oder »Hüter« hatte die Königsberger und den Türmer auf dem Schloßberg vor anrückenden Feinden zu warnen. Er war auch der Hüter über die umliegenden Weinberge (ca. 30 ha). Der Wartberg bietet einen herrlichen Rundblick nach allen Himmelsrichtungen.

Wachthügel: Wie der Name sagt, wurden von hier die rings umliegenden Weinberge bewacht. Der Diebstahl von Weintrauben wurde früher hart bestraft – sogar mit dem Tode. Durch die strategische Lage und den weiten Blick in das Maintal konnten anrückende Feinde von Süden und Westen rechtzeitig erkannt werden.

Regelberg: Hier steht ein Wasserhochbehälter, der heute noch der Versorgung Königsbergs und der umliegenden Ortschaften mit Trinkwasser aus dem Maintal dient. Von hier lässt sich auch die herrliche Landschaft rundum betrachten. Auf seiner Nordseite befindet sich ein zum Teil noch vorhandener, von Menschenhand angelegter Landwehrgraben aus dem frühen Mittelalter. Er ist nahezu 1 km lang, mit einer Tiefe bis zu 8 m und einer oberen Breite von ca. 20 m. Er diente der Verteidigung von Königsberg und der Burg und verlief im Süden und Westen in einer Distanz von ca. 1 km halbkreisförmig um die Stadt.